RADIO GEHACKTES

Über den COHORT-Auftritt beim “Grind Assault” am 23.11.2002 in Leer (Ostfriesland)

 

Die Berliner COHORT sind seit 1996 aktiv, die aktuelle Veröffentlichung heißt "Zombie halb und halb".

Vierzig Leute tummeln sich noch vor der Bühne, die Grinder aus der Hauptstadt haben es jedoch mit einem recht ausgepowerten Publikum zu tun, der Funke will nicht so recht überspringen.

 Das ändert sich jedoch mit zunehmender Spielzeit.

Sänger E. Konroth kann nicht nur grunzen, er hat auch die hohen Schreie drauf. Wer als Grindcore-Fronter ohne Effekte wie Pitchshifter auskommt, kann kein schlechter Mensch sein.

"Das nächste Stück heißt: "Nur noch ein blutiger Stumpf"".

Ah ja.

 Ob die Jungs nur deutsche Texte verbraten, wie man aufgrund der Songtitel vermuten könnte? Ein Blick auf die Homepage bringt Klarheit: nein, auch englische Texte sind im Angebot, mein Liebling ist jedoch der deutsche Text zum Song "52". Textauszug: "Wie schön kann doch der Anblick sein - von perforierten Innereien".

Verstehen kann ich heute Abend aber trotzdem kein Wort.

 Ist ja auch egal: je länger COHORT spielen, desto mehr geht das Publikum mit, am Ende gibt es mit "Blitzkrieg Bop" noch eine astreine Ramones-Coverversion, "Hey ho, let's go" habe ich auch noch nie von einer Grindcore-Combo gehört.

 Nach dieser musikalischen Verneigung verabschieden sich COHORT und alle wanken taub aus dem Saal.